Freubündel fragt… Lubulona

Mehr als 80 Prozent allen Spielzeugs wird in Asien produziert und tritt dann, natürlich in Plastik verpackt, die lange Reise zu uns nach Europa an. Muss doch nicht sein, fanden Tina und Jordi von Lubulona! Also entwickeln sie Spielzeug nach ihrem Geschmack und lassen es lokal produzieren. Think globally, act locally at its best!

Hallo Tina! Du hast Lubulona gemeinsam mit deinem Mann Jordi gegründet. Warum? Habt ihr da eine Marktlücke gesehen?     

Wir haben Lubulona im November 2017 gegründet. Ein Grund dafür war, dass wir nicht verstanden haben warum Spielzeug zum einen so oft aus Plastik besteht und zum anderen ästhetisch nicht unbedingt sehr ansprechend ist – in unseren Augen. Man muss noch dazusagen, dass in Spanien in einem durchschnittlichen Spielzeugladen wirklich fast nur quietschendes und brummendes Plastikspielzeug verkauft wird. In anderen Ländern, wie zum Beispiel Deutschland, gibt es generell schon mehr Holzspielzeug im Angebot. Wir dachten also: es muss nicht Plastik sein und es muss nicht hässlich sein. Also beschlossen wir mal zu schauen was passiert, wenn wir selbst Spielzeug entwerfen und produzieren. Tja, und so ist Lubulona entstanden.     

Woher kommt der Name Lubulona? Bestimmt hat er etwas mit Barcelona zu tun, oder?   

Richtig! Ich komme ursprünglich aus Ludwigsburg in Baden-Württemberg, was abgekürzt auch oft Lubu genannt wird. Jordi kommt aus Barcelona, wo wir zusammen mit unseren zwei Söhnen leben. Der Name Lubulona ist eine Mischung aus beiden Städten. Da unser erstes Produkt Lubu Town eine kleine Spielzeugstadt ist, hat dieser Name einfach gut gepasst!    

An den Lubu Towns erkennt man den Unterschied zwischen Kindern und Erwachsenen – uns Erwachsenen gehen schnell die Ideen aus, was man bauen könnte, während sich Kinder immer wieder etwas Neues damit einfallen lassen. Faszinierend, oder? 

Ja, total! Schon während der Entstehungsphase haben uns die Kinder mit ihren Ideen und Spielweisen überrascht und inspiriert. Wir haben verschiedene Prototypen in Kindergärten getestet und das Spielzeug dann unseren Beobachtungen entsprechend angepasst. Aber auch jetzt ist es immer wieder toll zu sehen auf welche Ideen die Kinder kommen. Die kleinen Leitern zum Beispiel werden auch als Rampen, Jalousien oder Zäune benutzt. Das ist wirklich sehr spannend. 

Eure Produkte sind, zumindest im Vergleich zu Holzspielzeug aus herkömmlicher Produktion, eher hochpreisig. Was macht ihr anders? 

Über 80 % der im Handel erhältlichen Spielsachen, auch viel Holzspielzeug, wird in Asien produziert. Oft, natürlich nicht immer, sind dabei die Arbeitsbedingungen nicht optimal. Außerdem belasten Herstellungsprozesse wie zum Beispiel, dass jedes Produkt einzeln in Plastik verpackt werden muss, sowie lange Transportwege die Umwelt sehr. Unsere Produkte werden ausschließlich in Europa hergestellt. Wir arbeiten mit verschiedenen Lieferanten zusammen, viele direkt hier aus Spanien. Herstellungskosten bei dieser Art von Produktion sind natürlich höher, als bei einem Spielzeug, dass aus einer Fabrik in China kommt. 

Ihr legt auch viel selbst Hand an, oder? Zum Beispiel beim Bemalen der kleinen Autos?   

Am Anfang haben wir fast alles selbst zusammengebaut und bemalt. Nach und nach haben wir bestimmte Herstellungsschritte an unsere Produktionspartner abgeben können, weil wir sonst nicht mehr hinterher gekommen wären. Aber trotzdem ist noch sehr viel liebevolle Handarbeit dabei: die Autos, sowie die kleinen Figuren werden von uns per Hand bemalt und jedes der Lubu Town Häuser bekommt von uns persönlich eine schützende Schicht Wachs.  

Sehr beliebt sind auch eure Holzbilder. Wer zeichnet die Motive für euch?  

Für unsere Holzbilder arbeiten wir mit Claudia Salgueiro einer ganz wundervollen jungen Designerin aus Portugal zusammen, die auch unser Logo für uns entworfen hat. Die Entstehung eines Motivs ist jedes Mal eine kleine Reise, bei der wir gemeinsam verschiedene Versionen besprechen und uns dann am Ende zusammen über das Ergebnis freuen! 

Gibt es etwas, dass euch in eurer bisherigen „Lubulona-Geschichte“ überrascht hat? 

Ein klein wenig hat uns überrascht, dass so viele Kunden – sowohl Endkunden als auch Spielzeugläden – fragen wo unsere Produkte produziert werden. Manche Spielwarenhändler haben uns zum Beispiel gesagt, sie nehmen nur Produkte aus Europäischer Herstellung ins Sortiment auf. Das hat uns natürlich bestätigt und motiviert mit unserer Art der Herstellung weiterzumachen. Immer mehr Menschen machen sich Gedanken darüber wo etwas produziert wird und sind auch bereit einen etwas höheren Preis zu zahlen, damit es nicht unsere Umwelt ist, die am Ende dafür zahlen muss. 

Vielen Dank Tina!

Im Mai ist in jedem Freubündel eines der schönen Holzbilder von Lubulona. Bis einschließlich 20. Mai kannst du dieses Freubündel bestellen! Folge uns bei Facebook oder Instagram um in den nächsten Tagen zu erfahren, welche Labels diesmal noch dabei sind oder schau im Blog vorbei!

Du hast eine Frage? Schreib mir an nadine@freubuendel.de! Ich helfe dir gerne weiter.