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Freubündel fragt Regenpanda

Freubündel fragt… Regenpanda

Sich in ein Mobile verlieben – ist mir passiert! Die kleinen Kunstwerke von Regenpanda sind einfach zu schön. Zweifach-Mama Jana Schamal fertigt sie mit ganz viel Hingabe und Kunstfertigkeit in der Uckermark. Ihre kreative Reise begann allerdings ganz woanders!

Hallo Jana! Mit deinen Mobiles hast du mich eiskalt erwischt. Einmal gesehen und nie wieder aus dem Kopf gekriegt! Hörst du sowas öfter? 

Liebe Nadine, vielen Dank für das Kompliment! Ja, ich bekomme tatsächlich öfters solche liebevollen Komplimente zu meinen Sachen. Darüber freue ich mich immer sehr und sie inspirieren mich ungemein dazu, weiterzumachen.

Die Mobiles sehen schon auf den Bildern bezaubernd aus, aber wenn man sie dann in natura sieht, kann man sich erst vorstellen, wie viel Zeit da drinstecken muss. Du machst alles von Hand?

Ja, die meisten Sachen sind recht zeitintensiv und am Ende eines Arbeitstages frage ich mich oft, warum ich so wenig geschafft habe. Die Filztiere besticke und nähe ich alle per Hand. Sachen aus Stoff nähe ich allerdings mit der Maschine. Ich mag beides sehr, das langsame, bedächtige Sticken und dann das Cruisen mit der Nähmaschine.

Du arbeitest viel mit Filz. Ist dieses Material für deine Produkte besonders gut geeignet?

Ja, ich finde, Filz eignet sich wunderbar für meine Arbeiten. Man kann ihn intuitiv verarbeiten, muss keine Nahtzugaben beachten. Ich mache einfach eine Skizze, scanne sie ein, bearbeite sie eventuell etwas, oder verändere die Größe und drucke sie aus. Die Vorlage kann ich dann direkt auf den Filz übertragen und loslegen. Ich LIEBE Filz!

Welches Mobile kommt besonders gut an? Gibt’s da einen All Time Favorite?

Das kann ich gar nicht so genau sagen. Die Mobiles habe ich noch gar nicht allzulange im Sortiment. Bei mir hat alles mit kleinen Filzansteckern begonnen. Über die Jahre sind dort über 80 verschiedene kleine Tierchen zusammengekommen, von A wie Antilope bis Z wie Ziege. Irgendwann kam dann die Idee auf, einige der Tierchen größer zu machen und sie in Mobiles zu verwenden. Zur Zeit sind meine Mobiles recht minimalistisch. Für größere hat mir bislang irgendwie die Zeit noch nicht gereicht. Ich hab so viele weitere Ideen, die aus meinem Kopf in die Welt hinauswollen. Mein persönliches Lieblingsmobile ist der träumende Wal. Und das kleine liebe Wölfchen im Wald. Und … Ach, es ist gar nicht so leicht. Ich mag sie alle!

Woher kommt der Name Regenpanda?

Die Frage ist gar nicht so leicht geradeaus zu beantworten. Also hole ich etwas aus: Ich hatte eine Freundin im Botanischen Garten fotografiert, zwischen riesigem Bambus und in einem Tropenhaus mit wilder Vegetation,  und die wunderschönen Schwarz-Weiß-Fotos in einem Fotobuch drucken lassen. Irgendwann  landete ein Zettel  neben dem Buch, auf dem so ein rotes chinesisches Siegel drauf war. Ich dachte mir, dass würde irgendwie schön auf das Buch hinten raufpassen, so als Signatur. Diese Siegel beinhalten ja Namen oder Wörter und irgendwie hatte ich so das Bild in meinem Kopf von einem Panda, der durch einen dichten, regenfeuchten Bambuswald läuft, ganz beseelt von den schönen glitzernden Tropfen. Dieses Bild blieb in meinem Kopf. Und so wurde der Regenpanda geboren.

Freubündel fragt Regenpanda

Dein Logo hast du selbst entworfen, oder?

Ja! Da ist viel Regenbogenträumerei in dem kleinen Kopf. 

Du verkaufst deine Produkte in der Regel nicht über andere Shops wie Freubündel, sondern über deinen Etsy-Shop. Wie lange machst du das schon?

Meinen Etsy-Shop habe ich seit September 2019. Vorher habe ich über Fachläden verkauft und hatte auch einige andere  Läden, in denen ich auf Kommissionsbasis verkauft habe. Das waren dort jedoch meist eher Anstecker, Haarschmuck, Postkarten und andere kleine Dinge. In den Fachläden war ich, glaube ich, seit 2013. Da lief der Regenpanda nur nebenher, da ich mit meinen Kindern recht lange Elternzeiten gemacht habe. Diese Kleinkindzeit geht ja so schnell vorbei und kommt nie wieder. Durch meine langen Zeiten in den Berliner Fachläden habe ich immer noch treue Kunden, die auch heute noch bei mir bestellen. Ich mache auch viele Sonderanfertigungen. Über Instagram und Facebook kommen immer auch persönliche Anfragen, sodass ich eigentlich meist gut ausgelastet bin.

Ich finde, du hast einen sehr spannenden Werdegang. Du bist ausgebildete Hebamme und Fotografin, aber du arbeitest in keinem der beiden Berufe. Ist Regenpanda der Grund dafür?

Hach, die Frage ist schwierig. Zuerst kam bei mir ja die Fotografenausbildung. Das nannte sich eher so, als das es wirklich eine war. Ich war von 1999 bis 2002 in so einer alten ostigen Dorfklitsche, und die „Ausbildung“ bestand im Polaroid-Passbildknipsen und Kundenfilme eintüten. Ich: „Welches Format hätten Sie denn gern und wollen sie matt oder glanz?“ Kunde: „Ich hätte gern glatt.“ Tagaus tagein das Gleiche. Ich war die drei Jahre dort sehr, sehr unglücklich. Mehrere Anläufen zum Ausbildungsplatzwechsel verliefen im Sande. Es war auch so eine Zeit, in der man froh sein musste, überhaupt eine Ausbildungsstelle zu finden. Und die Technik war so im Wandel. Heute kann man sich nicht mehr vorstellen, wie es war, auf den Auslöser zu drücken und dann mehrere Tage oder Wochen auf das fertige Bild zu warten. 

Irgendwann nach der Ausbildung, während einer angeschlossenen Weiterbildung im Grafikbereich kam dann der Wunsch auf, Hebamme zu werden. Einige Praktika und ein Soziales Jahr später hatte ich das Glück, einen der damals sehr begehrten Ausbildungsplätze zu bekommen. So zog ich nach Osnabrück und verbrachte dort eine ziemlich spannende Zeit. Meine Examensgeburt absolvierte ich dann schon schwanger mit meiner ersten Tochter. Für mich war nach der Ausbildung damals klar, dass ich nie wieder in der Klinik, sondern selbständig außerklinisch arbeiten wollte. Durch die Zeiten mit meinen Kindern zuhause, das „Hineinrutschen“ in die Arbeit an „Regenpanda“ und meinen Umzug in die sehr dünn besiedelte Uckermark ist dieser Plan aber erstmal ziemlich in den Hintergrund gerutscht. Ich habe auch für mich festgestellt, dass es mir am Besten geht, wenn ich für mich selbst, in Ruhe, an meinem Arbeitstisch für mich hinwerkele. Die Welt und die Menschen sind mir oft zu viel. Fotografieren tue ich weiterhin viel. Für mich ist das essentiell, wie Essen mit den Augen. Ich fokussiere mich dann automatisch auf die schönen Dinge!

Vielen Dank Jana und alles Gute für dich!

Freubündel fragt Regenpanda

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