Black Elephant Manufaktur

Dass eine Elefanten-Mama mit ihrem Baby das Logo ziert ist kein Zufall. Hinter der Black Elephant Manufaktur steckt das Mutter-Tochter-Gespann Renate Schmidt-Mann und Nina Ernstberger. Was Raw Food ist und warum rund 7 Euro für eine gute Tafel Schokolade nicht teuer sind, habe ich mir für euch von Renate erklären lassen. Viel Spaß beim Lesen!

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1. Hallo Renate! In eurer Black Elephant Manufaktur gibt es vegane Delikatessen, darunter die „Raw White Chocolate“. Was vegan ist, das weiß inzwischen wohl jeder, aber was genau bedeutet denn „Raw“?
Unter RAW versteht man, dass Lebensmittel nicht über 42 Grad erhitzt werden. Normalerweise wird Schokolade conchiert, das heißt, sie wird über Stahlrollen so lange bewegt, bis alle Bestandteile zu einer homogenen Masse werden. Bei sehr guter Schokolade kann dieser Vorgang bis zu 76 Stunden dauern und es wird eine Temperatur weit über 42 Grad erreicht. Der Raw Food Trend kommt aus Amerika und das wichtigste Element, die Temperatur, ist darin begründet, dass die vorhandenen Enzyme in Lebensmitteln ab 43 Grad „getötet“ werden. Enzyme sind grundlegende Lebensbausteine.

2. Was findest du daran toll?
Ich bin immer wieder erstaunt, welche tollen Gerichte Raw Food Köche auf den Tisch zaubern. Die Ausbildung für Raw Food konnten wir bei einem der kreativsten Köche von Kalifornien, Matthew Kenney, studieren.

3. Wie bist du zum Raw Food gekommen? Bis vor ein paar Jahren hattest Du noch eine „ganz normale“ Bio-Patisserie hier in München.
Bevor ich mich zu unserem Ladencafé Princess Schokobar entschlossen habe, habe ich mich in der Welt umgesehen und 2008/2009 gab es sowohl in England als auch in Amerika schon diese neue Cuisine. Sogar mein Mann, ein echter Bayer mit sehr großem Hang zur Hausmannskost, war ganz angetan.

4. Bei Schokolade hat man eine Erwartungshaltung: Jeder weiß, wie sie beim Brechen klingt, wie sie schmeckt, wie sich im Mund anfühlt.
Was ist weiße Schokolade? Im eigentlichen Sinn keine Schokolade, da keine Kakaomasse drin ist. Aber immer wieder interessant, dass so viele Leute denken, weiße Schokolade ist „gesund“. Drin ist im wesentlichen Zucker und zwar in der Regel 60%, ein bisschen Kakaobutter von 20% und ein Trockenmilchanteil von 14%. Der Zucker und die Kakaobutter sorgen für den Knack, den man so von Schokolade gewohnt ist. Bei der RAW White Chocolate liegt der Fall ganz anders.

5. Inwiefern anders?
Der Zuckeranteil wird ersetzt durch Agavendicksaft und liegt bei 20%, der Milchanteil wird ersetzt durch Mandel- oder Cashewmus und liegt bei 40%, genauso wie der Kakaobutteranteil. Die weichen Bestandteile bleiben weich, das heißt die Schokolade kann nicht so aushärten und dass sie nicht so süß ist, erklärt sich von selbst.

6. Ich war im ersten Moment ein bisschen erstaunt, aber mit jedem Bissen hat es mir besser geschmeckt und plötzlich war die ganze Tafel weg. Kommt es manchmal vor das Kunden davon überrascht sind?
Unsere Kunden wissen meistens, worauf sie sich sozusagen „einlassen“ mit der Raw Schokolade.

7. Habt ihr noch weitere Sorten geplant
Es gibt bisher die Sorten Natural, Goji, Blueberries, Passion Fruit, Matcha, Green Coffee und Cassis. Im Herbst 2017 wird das Sortiment noch um Nussvarianten erweitern.

8. Je nach Sorte kostet eine Tafel zwischen 6,95 und 7,50 Euro. Das ist schon eher die Luxuskategorie in Sachen Süßigkeit.
Wenn eine Tafel Schokolade zu 60% aus Zucker besteht, darf sie nicht teuer sein. Aber wir haben sehr teuere und spezielle Zutaten, unsere Cashew-Nüsse werden nicht erhitzt, sondern mit Maschinen vorsichtig aufgeknackt. Dann ist der Kakaobutteranteil höher, dazu noch die beste Sorte Criollo, sozusagen die Königin unter den Kakaobohnen. Der normale Zucker ist spottbillig im Vergleich zu unserem Agavendicksaft. Dazu ist die Schokolade noch handgeschöpft und jede Tafel wird per Hand verpackt.

9. Eure Schokoladen sehen einfach wunderschön aus. Und es ist nicht nur die Schokolade handgemacht, sondern auch das Papier, in das sie eingeschlagen ist, richtig?
Wir haben uns natürlich viele Gedanken zum Thema Verpackung gemacht. Das ist generell ein großes Thema, wenn man mit Lebensmittelproduktionen zu tun hat. Zufällig habe ich Papier aus Indien entdeckt. Die Inhaberin ist eine schweizerische Inderin, die auch häufiger in London ist. Ihr ist wichtig, dass das alte Handwerk des Papiermachens weiter erhalten bleibt. Selbstverständlich lehnt sie Kinderarbeit ab. Die Papiere werden auch so umweltfreundlich wie möglich hergestellt. Die Vielfältigkeit der Papiere hat uns richtig geblendet, es fiel uns schon schwer, nicht in einen Kaufrausch zu verfallen.

10. Diesen Monat gibt es im Freubündel eine Tafel eurer Raw White Chocolate. Wo kann man die Produkte von der Black Elephant Manufaktur sonst bekommen?
Unsere Produkte gibt es ganz exklusiv nur in unserem Online-Shop.

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